Speculative realists
Rock das Geviert: Iain Hamilton Grant, Graham Harman, Quentin Meillassoux, Ray Brassier

Ich bin gerade dabei, mich in ein paar Bücher aus dem Umfeld des spekulativen Realismus einzulesen, einer noch relativ jungen philosophischen Schule mit dem ehrgeizigen Projekt der Sichtung, Sprengung und Neuanordnung einiger philosophischer Brocken, die sich seit Kant aufgetürmt haben. Wichtigstes Bindeglied der einzelnen Positionen ist die Ablehung des „Korrelationismus“, wie Meillassoux das zentrale Postulat nachkantischer Philosophie nennt, nämlich dass Denken keinen Zugang zum Ding an sich finde, sondern nur zu den Erscheinungsformen der Dinge (oder anders gesagt, nur zum Korrelat von Sein und Denken, aber nicht zu Sein oder Denken unabhängig voneinander). Abgelöst werden soll dieser Korrelationismus durch neue Spielarten eines philosophischen Realismus, die es ermöglichen, sich zu den Objekten, Entitäten und Instanzen der „realen“ Welt neu ins Verhältnis zu setzen. Wie dieser Realismus aussehen könnte, darüber gibt es unter den spekulativen Realisten unterschiedliche Auffassungen. Weiterlesen