Morgen beginnt im WDR die Ausstrahlung der dreiteiligen Dokumentation Operation Wunderland, und die empfehle ich gerne weiter. Nicht nur, weil Regisseur Christoph Weber ein guter Freund ist (auf dessen Arbeit ich hier auch schon mal hingewiesen habe). Sondern weil es sich dabei um eine intelligente Betrachtung der deutschen Nachkriegsgeschichte handelt, mit besonderem Fokus auf die propagandistischen BemŘhungen, mit denen die Deutschen zur Marktwirtschaft erzogen werden sollten.

Vom reichlich hanebŘchenen Pressetext sollte man sich allerdings nicht abschrecken lassen: Operation Wunderland, lesen wir da,

enthŘllt zum ersten Mal, wie die USA sich nach dem Krieg Westdeutschland nach ihren WŘnschen gestalteten. Alle entscheidenden Fńden hinter den Kulissen zogen in der Zeit nach 1945 die Amerikaner. Das Ma▀ der Einflussnahme reichte weit Řber Entnazifizierung, Umerziehung und Marshall-Plan hinaus. Amerikanischen Propagandaexperten gelang es, die ÷ffentliche Meinung in Deutschland so geschickt zu beeinflussen, dass im demokratischen Prozess immer das herauskam, was Washington vorgab.

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