gleiche höhe ist kein abseits

ein kleines museum des zufalls

Tag: Japan

Lafcadio Hearn

From immemorial time the shores of Japan have been swept, at irregular intervals of centuries, by enormous tidal waves, – tidal waves caused by earthquakes or by submarine volcanic action. These awful sudden rising of the sea are called by the Japanese tsunami. The last one occurred on the evening of June 17, 1896, when a wave nearly two hundred miles long struck the northeastern provinces of Miyagi, Iwaté, and Aomori, wrecking scores of towns and villages, ruining whole districts, and destroying nearly thirty thousand human lives.

Über Japans prekäre Geographie und die zahlreichen Naturkatastrophen, die das Land heimgesucht haben, gibt es viele Texte, aber dieser hier ist ein besonderer: Es handelt sich vermutlich um die erste Erwähnung des Wortes Tsunami in einem Text europäischer (oder wenigstens doch englischsprachiger) Provenienz. Der Auszug stammt aus dem Buch Gleanings From Buddha-Fields von Lafcadio Hearn, das 1897 erschien. —–>

Handy-Romanciers

Wo er durchkam und seine Saiten zupfte und sie harmonisch unter seinem Daumen hüpfen liess, war er sicher, dass die Menge ihm folgte. Versteht man sich auf solches Geheimnis, stirbt man niemals Hungers. - Baudelaire

In der japanischen Literatur gibt es ein neues Genre: Keitai shousetsu, den Handy-Roman – Erzähltexte, die komplett mit dem Mobiltelefon getextet worden sind. Das klingt, wenn man aus einem traditionellen Schreibverständnis denkt, erst mal bizarr, schon aus Gründen der Praktikabilität: Das Handy als Instrument zum Verfassen narrativer Texte? Wie soll man denn auf diesen Mini-Displays und Daumen-Tastaturen in erzählerischen Fluss kommen, geschweige denn komplexe sprachliche und erzählerische Texturen verwalten? —–>