gleiche h÷he ist kein abseits

ein kleines museum des zufalls

Schlagwort: Antike

Das Tragische und seine Grenzen

Interview mit Simon Critchley Řber die Trag÷die und darŘber, warum er sie der Philosophie fŘr Řberlegen hńlt:

Unlike Nietzsche and a whole series of others for whom tragedy is a kind of pre-rational fusion with being, what you actually see in tragedy is rational argumentation moving between two positions. However, reason is not triumphant. Cassandra is going to be sold into slavery to Agamemnon and she’s going to die. So we see that reason can produce incredibly strong arguments but in the end it bumps up against the facts of history or the reality of violence, which it cannot overcome. The founding delusion of philosophy is that reason can ultimately find an underlying pattern in reality or history and can, through the force of the better argument, transform things. Tragedy does not believe in such a view. Tragedy is more pessimistic.

Ciceros Witze

Die englische Althistorikerin Mary Beard hab ich hier schon mal gelobt, aber es gibt gleich zwei GrŘnde, noch einmal auf sie hinzuweisen. Zum einen hat sie ein feines Buch Řber Pompeji ver÷ffentlicht, an dem sehr sch÷n zu bewundern ist, wie einem scheinbar totgeschriebenen Gegenstand noch interessante Seiten abzugewinnen sind.

Beard nimmt Pompeji zum Anlass, eine Geschichte des r÷mischen Alltags zu schreiben. Das ist sch÷n zu lesen, vor allem, wenn man die ÷rtlichen Gegebenheiten kennt. Und wer sie nicht kennt, k÷nnte sich ruhig einen Besuch dort vornehmen und das Buch als ReisefŘhrer einpacken. Einen kleinen Appetizer gibt’s in ihrem Blog.

Zum anderen hńlt Beard derzeit eine Reihe von Vorlesungen an der Universitńt Berkeley. Thema: „R÷misches Gelńchter“. Zwei der Vorlesungen gibt es bereits zum Download auf der zugeh÷rigen Website, weitere sollen folgen. Wer das Verdikt der Titanic, das beste an den antiken Komikautoren sei ihr Ruf, „sie zu lesen, schadet ihm meistens“, mit wissenschaftlicher UnterstŘtzung ŘberprŘfen will, oder herausfinden m÷chte, warum es so difficile gewesen sein soll, satiram non scribere, sollte sich stante pede dorthin verfŘgen.