Wachendorf

Die Bruder-Klaus-Kapelle bei Wachendorf ist ein architektonischer Pilgerort, trotz ihrer Abgelegenheit – oder vielleicht gerade deshalb: Das Nebeneinander von moderner Architektur und provinzieller Exotik lockt vor allem am Wochenende Dutzende von Spaziergängern hier her. Mitverantwortlich dafür ist natürlich auch ein Medien-Hype, der genau die richtigen Register gezogen hat, um das Gebäude mit den Populärmythen zu umgeben, die es für so ein modernes Mekka braucht: Die rührende Geschichte von den Bauersleuten, die sich einen frommen Lebenstraum verwirklichen wollten und höflich bei dem Architekten anfragten, dessen Name sie in der Zeitung gelesen hatten – der Star-Architekt, der das Projekt annimmt, weil es sich um den Lieblingsheiligen seiner Mutter handelt und ansonsten nur die Unkosten erstattet haben will – das Eifeldörfchen, das vom plötzlich losbrechenden Rummel überrascht wurde und dann über Parkplätze, Kiosk und sanitäre Einrichtungen debattierte – das sind die (hier und da variierten) Elemente, aus denen die Geschichte der Kapelle gestaltet wurde. Und wenn man den zahlreichen Besuchern zuhört, ist diese Geschichte, zumindest in groben Zügen, den meisten präsent, die sich hier tummeln.

Bruder-Klaus-Kapelle, Wachendorf

Bei allem Hype: Die Kapelle ist wirklich einen Besuch wert. Ich bin schon gut ein halbes Dutzend Mal hier gewesen, zu verschiedenen Jahreszeiten, bei unterschiedlichen Licht- und Wetterverhältnissen, und meistens mit dem Fahrrad, denn die Gegend eignet sich prima als Dreh- und Angelpunkt für Touren in die Eifel. Und jedesmal bin ich angetan, wenn die Sandsteinfassade der Kapelle das erste Mal in den Blick kommt: Als helles Rechteck leuchtet sie aus dem leicht gewellten Hang, die Form ist regelmäßig wie die eines plangemäß gezogenen Feldes. Oder eines landwirtschaftlichen Zweckbaus. Mich erinnert sie, trotz ihrer hellen Fassade, an den merkwürdigen schwarzen Monolithen aus 2001: Fingerzeig einer höheren, aber gleichzeitig auch abwesenden Intelligenz. Ein Eindruck, der sich in der Kapelle selbst im übrigen noch verstärkt: Ein schockierenderer Kontrast scheint kaum möglich als der zwischen der Lieblichkeit der Umgebung und den düsteren, verkohlten und kalten Innenwänden. Wie ein Kamin ist der Raum nach oben geöffnet, wie eine Düse scheint er Gott eben erst davon gesaugt zu haben, und alles, was uns nun bleibt, ist, fröstelnd über sein Verschwinden nachzudenken.

Von dieser Wechselwirkung zwischen Landschaft und Kapelle bekommt man zwar auch schon etwas mit, wenn man mit dem Auto hier hin fährt: Man muss dann unten am Dorf parken (neben dem Fussballplatz) und den Hang zur Kapelle zu Fuß hinaufspazieren. Aber es ist noch reizvoller, etwas mehr Zeit zu investieren und sich mit dem Rad auf den Weg nach Wachendorf zu machen. Das Umland ist voller seltsamer, architektonischer, archäologischer und alltäglicher Monumente. Und weil ich nett danach gefragt worden bin, gibt es nun hier eine kleine, unanstrengende Tour de Zumthor, eine Zumtour sozusagen, auf der man ein paar überraschende Entdeckungen über die Kapelle hinaus machen machen kann und, wer weiß, noch ein paar weitere, überraschende Blickwinkel auf das kleine Bauwerk und seine Landschaft gewinnt.

Vorweg ein paar technische Details: Diese Strecke ist bewusst einfach gehalten, ohne nennenswerte Steigungen (für untrainierte Fahrer mag allenfalls der Schlußanstieg zur Kapelle etwas lästig sein). Der größte Teil der Strecke sind geteerte Sträßchen, hier und da gibt es Schotterpiste. Für Hin- und Rückfahrt sollte man jeweils etwa anderthalb Stunden kalkulieren. Eine extended version, mit mehr Kilometern, anspruchsvollerem Auf und Ab und einigen weiteren Sehenswürdigkeiten, folgt vielleicht bei Gelegenheit mal. Weitere Streckendetails, GPS-Daten (und diverse andere Formate) gibt es hier.

Und jetzt los: Startpunkt ist der Bahnhof in Euskirchen, der von Köln und Bonn aus problemlos zu erreichen ist.

Vom Bahnhof aus halten wir uns zunächst links, die Alleestraße hinunter, beim ersten Rondell links unter der Eisenbahnbrücke hindurch, dahinter gleich wieder links in die Roitzheimer Straße und sofort noch mal links in die Johannesbergstraße. Auf Radwegen durch’s Gewerbegebiet, bis nach etwa 1 km die Straße „Am Ringofen“ erreicht wird. Hier links halten und bis zur Einmündung kurz vor einer weiteren Eisenbahnbrücke. Rechts abbiegen in die Alfred-Nobel-Straße. Unter der Bundesstraße 51 hindurch und kurz dahinter (etwa bei Km 2) links einbiegen (Fortsetzung der Alfred-Nobel-Straße). Das Sträßchen macht einen großzügigen Bogen nach rechts und stößt auf ein Kreisverkehrsrondell.

Zugegeben: Der Start der Tour durch’s Euskirchener Industriegebiet mag wenig ansprechend sein. Aber auf ihre eigene Art sind die schlichten Zweckbauten durchaus ein Vorgriff auf die nüchterne Gestaltung von Zumthors Kapelle. Vor allem am Wochenende, wenn das Gewerbegebiet gespenstisch leer ist, rollt man wie durch einen schweigenden, nur noch hier und da zischenden, qualmenden oder brummenden Tempelbezirk. Menschen werden in dieser Zone nicht wirklich benötigt, und das Beste, was man tun kann, ist tatsächlich, sich so effizient und unauffällig wie möglich hindurch zu bewegen. Zwischendrin ganz unvermittelt, vis à vis der bedrohlich lauernden Zuckerfabrik, ein kleiner Steinmetzbetrieb, mit einem wahren Disneyland aus Putten, Götterfigürchen und Märchengestalten. Vermutlich das Zubehör, auf das ein Großteil der Menschen verfallen würde, wenn es darum ginge, eine Kapelle einzurichten.

Euskirchen

Wir fahren beim Kreisverkehr weiter geradeaus und folgen der Felix-Wankel-Straße. Die hört etwa bei Km 3,5 auf und geht über in eine kleine landwirtschaftliche Straße. Weiter geradeaus, Kreuzungen ignorieren, bis das Dörfchen Rheder erreicht wird und die B51 kreuzt (ca. bei Km 6). Hier die Straßenseite wechseln, auf dem Radweg rechts bis zu einem kleinen Teersträßchen, das links abzweigt. Wir folgen diesem Sträßchen (der „Hasenhecke“), das leicht ansteigt und zu rechts am Rand des Dorfes verläuft. Kurz hinter der Diamantstraße (bei Km 7) eine Gabelung, bei der wir uns rechts halten. Kurz danach wird die Landstraße nach Billig gekreuzt – wir radeln weiter geradeaaus, der Weg wird nun zu einer Schotterpiste.

Eine unscheinbare Landschaft; erst beim genauen Hinsehen erkennt man Zeichen und Spuren, die darauf hinweisen, dass es hier einmal mehr gegeben hat als ein paar Äcker und Wiesen. Einige Meter links von unserem Weg verläuft parallell ein kleiner Graben (die Linie von Büschen ist ein deutlicher Hinweis), und dahinter, vor dem kleinen Wäldchen, ist am Verlauf der Böschung ein weiterer Graben auszumachen: Der “Teufelsgraben”, wie er auf einigen alten Landkarten noch heißt. Tatsächlich ist dieses Areal zwischen Rheder und Billig eine uralte Kult- und Siedlungsstätte, deren Spuren bis in die Steinzeit zurückreichen. Es ist möglicherweise Teil eines umfangreichen keltischen Kalendersystems gewesen: Hier und hier findet man einige Hinweise und Spekulationen dazu.. In römischer Zeit befand sich hier der Belgica vicus, eine Straßensiedlung, die sich in einer Ausdehnung von fast einem Kilometer über den Stotzheim – Billiger Weg hinaus aufwärts zur Antweiler Heide erstreckte“, direkt an der Gabelung der Fernstraße von Trier nach Köln und Bonn.

Grabensystem Kreuzweingarten

Wir fahren weiter auf der Schotterpiste, und etwa bei Km 9 kreuzt wieder ein geteertes Sträßchen. Hier links abbiegen. Das Sträßchen windet sich in einem großzügigen Linksbogen um den Wald herum. Am gegenüberliegenden Hang kann man schon Wachendorf und Antweiler erkennen, und – mit einem guten Auge – auch die Bruder-Klaus-Kapelle. Dann geht es, nach einem scharfen Rechtsknick, rasant bergab.

Im Rechtsknick befindet sich die Zufahrt zu Haus Maria Rast, einem Tagungs- und Fortbildungszentrum der Schönstatt-Bewegung: Eine katholische Erneuerungsbewegung, in der das Laien-Engagement eine besondere Rolle spielt. Man könnte vermuten, dass es eine Verbindung zum Engagement der Stifter der Bruder-Klaus-Kapelle gibt, aber genau weiß ich es nicht. Das Haupthaus ist ein ganz hübscher, leicht klassizistischer Bau, dem man die Kriegszerstörungen kaum mehr ansieht. Eigentümer war einmal Freiherr Max von Mallinckrodt, ein Gutsbesitzer, der nebenher zum Dichten neigte und pathetische Verse auf Heimat, Krieg und Bauernstand produzierte: “Grau wie die Scholle, die sie gebar/Todesmutige deutsche Schar” und ähnlichen Schmonzes des Grauens. (Eine Auswahl findet man hier.)

Unten in der Senke treffen wir wieder auf eine Teerstraße. Diesmal biegen wir rechts ab. Die Straße macht kurz darauf eine Linkskurve, wenig später (kurz vor Km 11) folgt eine Wegekreuzug. Die Hauptstraße biegt nach rechts ab, wir halten uns geradeaus. Etwa bei Km 11,5 erreichen wir die Landstraße nach Antweiler. Die Landstraße überqueren – linker Hand liegt das sogenannte “Gut von Mallinckrodt” – und schräg links in den Schloßpark Wachendorf hinein. Durch den Schloßpark hindurch.

Schloss Wachendorf ist ein ungewöhnlicher Bau: Das Herrenhaus mit dem sechsstöckigen Mittelturm wirkt fast überdimensioniert, als müßten da links und rechts noch die Flügel einer weitläufigeren Anlage hinzugedacht werden. Auch Wachendorf war einmal im Besitz der von Mallinckrodts, und zwar von Max’ Bruder Paul (genaueres zur Bau- und Eigentümergeschichte kann man hier nachlesen). Heute gehört das Haus Familie Müller von Blumencron. Ach, mögen Sie jetzt vielleicht sagen, der Müller von Blumencron? Nein, der nicht, und ich kann auch nicht sagen, welche verwandschaftlichen Linien da bestehen mögen. Aber wir sind ja auf dem Weg zu einer spirituellen Destination, und da lassen Sie mich doch eben noch den Hinweis unterbringen, dass auch dieses Schloss seine religiösen Dimensionen hat. Nach dem Krieg waren beispielsweise die Schwestern vom armen Kinde Jesus hier ansässig, eine sozial engagierte Kongregation, die hier ein Waisenhaus unterhielt. Gründerin des Ordens war Clara Fey (1815-1894), Tochter eines Aachener Textilfabrikanten und befreundet mit Pauline von Mallinckrodt, einer weiteren Angehörigen dieses weitläufigen Familienclans und selbst Gründerin einer Kongregation, nämlich der Schwestern der Christlichen Liebe.

Beide waren Schülerinnen von Luise Hensel, Schwägerin von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy und Objekt (vergeblicher) Sehnsucht von u.a. Clemens Brentano und Wilhelm Müller (der ihr sowohl die Schöne Müllerin als auch die Winterreise nachgeschrieben haben soll). Man könnte von hier aus wunderbar abschweifen in die Welt der Romantik, oder in bizarre Verästelungen katholischer Mystik: So war Hensel ihrerseits befreundet mit Anna Katharina Emmerick, deren Visionen Brentano im Buch Das bittere Leiden unsers Herrn Jesu Christi gestaltet hat, was wiederum ein gewisser Mel Gibson als literarische Vorlage für seine ganz eigene Passion Christi nutzte … aber bevor wir von Wachendorf aus um die ganze Welt kommen, kehren wir lieber zum Schloss zurück.

Das ist übrigens auch heute noch Ort spiritueller Einkehr, wenn auch in einem Kontext, der Hensel, Fey oder Mallinckrodt eher überraschen dürfte: In den Achtzigern und Neunzigern war hier das “Kamalashila Institut®” ansässig, ein Zentrum für tibetanischen Buddhismus, das das Markensymbol so beharrlich im Namen führt, dass man es wohl als Teil des Karmas ansehen muss. Die Kamalashilas sind zur Jahrtausendwende ausgezogen, im Turm hält aber noch ein buddhistischer Orden mit dem poetischen Namen Offene Weite meditative Stellung.

Am Schloßparkplatz rechts auf die Petrusstraße hinauf und vor bis zur Kreuzung der Iversheimer Straße. Hier rechts abbiegen. Nur wenige Meter später zweigt links der Rißdorfer Weg ab. Hier geht es etwas steiler bergauf, die Straße schlängelt sich hangaufwärts, durch eine Hofanlage hindurch und kreuzt den Fußweg für die Bruder-Klaus-Touristen. Von hier auf geht es auf Sicht den Hang hinauf bis zur Kapelle.

Bei meinem letzten Besuch war auf halber Hanghöhe das Gerüst einer großen Halle zu sehen. Ich vermute, es handelt sich dabei nicht um eine Einrichtung für die Touristen, die die Kapelle sehen wollen, sondern gehört eher zu dem Reiterhof, den man kurz vorher passieren musste. Sicher ist leider soviel, dass dieses Bauwerk den Blick von der Kapelle ins Tal doch deutlich beeinträchtigen wird: So ganz splendid ist die Isolation und Abgelegenheit dann wenigstens optisch nicht mehr.

Wachendorf

Nikolaus von Flüe, der Bruder Klaus, ist ein – im wahrsten Sinne des Wortes – seltsamer Heiliger. Ein verheirateter, kinderreicher Gutsbesitzer, der sich spät zum Eremitentum entschließt – erst mußte mindestens ein Sohn erwachsen werden, um die Großfamilie versorgen zu können. Ein Mystiker, in dessen Gedanken sich christliche und volkstümliche Elemente, Furcht und Faszinosum auf eigenartige Weise mischen (und der nebenher noch Zeit für pragmatisches Polit-Consulting fand). Auch das Symbol des Bruder-Klaus-Kultes ist rätselhaft: Ein sechsspeichiges Rad, das auch in der Kapelle zu sehen ist. Was dieses Rad bedeutet, ob es das Emblem eines erschreckenden, von Schwertern durchbohrten Gottes ist oder nur Zeichen für eine nach innen und außen gerichtete Frömmigkeit, das ist umstritten. Aber dass der orthodoxe Mainstream mit den Nebenwegen und abgelegenen Pfaden, die dieser bäuerliche Eremit auskundschaftete, so seine Schwierigkeiten hatte, kann man leicht nachvollziehen. Ein volkstümlicher Heiliger, dessen Verehrung die offizielle Kirche eher anerkennen musste als selbst steuern konnte. Es ist ganz kurios, dass dieses Motiv bäuerlicher Dickschädeligkeit auch in den kleinen Mythologisierungen, die sich bereits um die Kapelle entwickelt haben, auftaucht (gab’s eine richtige Baugenehmigung oder doch nicht?).

Bruder-Klaus-Kapelle

Für den Rückweg gibt es mehrere Möglichkeiten, der Einfachheit halber habe ich mich hier für (nahezu) die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg entschieden, bis auf eine Variante: Statt bei Km 17,5 wieder den steilen Hang nach Maria Rast hinauf zu fahren, hält man sich am Abzweig mit dem entsprechenden Hinweisschild geradeaus im Tal. Kurz darauf wird das Anwesen „Haus Broich“ passiert.

Haus Broich ist übrigens auch ehemaliger Besitz der Mallinckrodts: Am Eingangstor ist das Familienwappen zu sehen, “drei stilisierte schächerkreuzförmig angeordnete Stechpalmenblätter mit einer Beere”, wie es hier heißt. Hinter dem Haus liegt das Kalkarer Moor, Überbleibsel eines früher mal sehr viel ausgedehnteren Feuchtgebietes und ebenfalls ein mythischer Ort, denn Sümpfe und Moore galten als Schleusen zur jenseitigen Welt. (Mehr dazu auf dieser Seite, wo außerdem der Versuch gemacht wird, die Namen Wachendorf und Kalkar mit alten matriarchalischen Kulten in Verbindung zu bringen.)

Etwa bei Km 18,5 erreichen wir Kreuzweingarten, kurz darauf, bei der Gaststätte Zum alten Brauhaus, die Kreuzung mit der B51. Schräg links gegenüber ist die Einfahrt zur Hubertusstraße: Dort biegen wir ein und folgen der Radweg-Beschilderung in Richtung Euskirchen. Die Hubertusstraße macht nach einigen Metern einen scharfen Knick nach rechts: Wir halten uns aber geradeaus.

Auch Kreuzweingarten ist bei aller Beschaulichkeit ein mysteriöser Ort. Da ist schon der Name, der vom Versuch spricht, römische Kultur und Landwirtschaft nach Germanien zu importieren. Da ist das weithin sichtbare Kreuz, das den Ort überragt, als sollten die Geister, Kultstätten und Kalender der hier vertretenen heidnischen Religionen in ihre Schranken gewiesen werden. Dabei liegt gerade im Rücken des Kreuzes ein weiterer, mysteriöser Ort: Würde man der Hubertusstraße weiter folgen, käme man auf der anderen Seite des Bahndammes in ein ausgedehntes Waldgebiet. Darin gibt es die Reste eines alten, vermutlich keltischen Ringwalls – war hier eine Fluchtburg oder eine Kultstätte? Ein Teil des Areals hört auf den Namen “Judenkirchhof” – wurden hier Juden beerdigt, weil der Platz ohnehin als heidnische Stätte galt? Noch tiefer im Wald findet man die Hardtburg, die beeindruckende Ruine einer mittelalterlichen Wasserburg. Ganz in der Nähe gab es mit dem Clemensberg eine Eremitage, in der ein Bruder Klaus des 18. Jahrhunderts ein nicht immer gut gelittenes Dasein fristete.

Wer noch Zeit und Muße hat, kann auch in dem Wäldchen auf der linken Seite der Bundesstraße nach den Mauern eines römischen Gebäudes suchen und darüber spekulieren, ob es sich dabei um das Wohnhaus eines Kanalwächters oder ein Minerva-Tempelchen handelt.

Ansonsten heißt es: Weiter auf dem Weg nach Euskirchen. Etwa nach 20,5 km sind wir wieder in Rheder, auf der Dechant-Wolfgarten-Straße. Wir biegen gleich rechts in den Kieselweg ab, dann nach einigen Metern links in die Quarzstraße. An der B51 kurz nach rechts und sofort rechts abbiegen in die Achatstraße: Und damit sind wir wieder auf unserem Hinweg angekommen, dem wir nun einfach zurück folgen. Nach ca. 6 km sind wir wieder am Bahnhof Euskirchen.